Madeira

Madeira

Mit überschwenglichen Attributen haben Reisende seit je die Ilha da Madeira beschrieben: als „Blumeninsel“ und „Insel des ewigen Frühlings“. Tatsächlich ist das ca. 900 km von Lissabon entfernte und ca. 800 km vor der afrikanischen Küste gelegene Archipel vulkanischen Ursprungs von der Natur besonders verschwenderisch bedacht worden. Zwei Drittel der Insel sind Naturschutzgebiet.

Landschaftsbilder und Naturschauspiele sind ebenso einzigartig wie vielseitig: das „Amphitheater“ der Bucht von Funchal, malerische Fischerdörfer, steile Hänge der Vulkangebirge mit den steinummauerten Terrassenfeldern (poisos), tiefe Schluchten, Täler, Wasserfälle, die künstlichen Bewässerungskanäle (levadas), deren Wirtschaftswege heute auch als faszinierende Wanderwege die Insel in einer Gesamtlänge von 2.100 km durchziehen, abenteuerliche Serpentinenstraßen an schroffen Berghängen hoch über dem Meer, exotische und tropische Blumen, Pflanzen und Früchte.

Die geografische Lage und der Golfstrom sorgen für das milde Klima. Die Temperaturen fallen hier praktisch nie unter 16 °. Das Meer ist der Hauptlieferant für Madeiras Küche mit köstlichen Meeresfrüchten, saftigem Thunfisch und einer Inselspezialität, dem schwarzen Degenfisch (espada). Der berühmte Madeirawein gehört alljährlich zum Handgepäck tausender Feriengäste, ebenso wie die herrlichen Stickereien und die Orchideen von der „Blumeninsel“. Madeira hat die älteste touristische Tradition Europas.

Funchal: Die Hauptstadt Madeiras liegt wie die Ränge eines riesigen Amphitheaters über der Bucht. Sehenswert sind die Kathedrale und eine große Zahl weiterer Kirchen, die Festungsanlagen und mehrere Museen. Im Botanischen Garten fasziniert den Besucher eine exotische Blütenpracht tropischer Blumen. Nicht versäumen sollte man auch das Erlebnis des Mercado dos Lavradores (Bauernmarkt) mit seinem verschwenderischen Angebot tropischer Früchte und Gemüsesorten. Zur Probe des berühmten Madeiraweines laden in Funchal viele Weinstuben und Bars ein. In der traditionsreichen Weinkellerei Adegas de São Francisco kann man sich über Geschichte und Produktion des Weines informieren. Funchal ist eine kosmopolitische Stadt mit ausgezeichneten Restaurants, guten Geschäften, Bars, Diskotheken und einem Casino. 6 km nördlich von Funchal liegt Monte, früher ein mondäner Ferienort mit schönen Sommerresidenzen.

Die Kirche Nossa Senhora do Monte lohnt den Aufstieg über 68 Stufen. Noch höher als Monte liegt Terreiro da Luta. Von hier aus hat man einen besonders schönen Blick auf die Bucht von Funchal. Vor allem aber ist hier der Ausgangspunkt für ein unverzichtbares Urlaubserlebnis auf Madeira: Die Abfahrt im Korbschlitten, der auf hölzernen Laufschienen von zwei Fahrern geschickt die steilen Gassen bis nach Funchal hinunter gelenkt wird.

Sport: Das Meer vor Madeira mit seinen milden Wassertemperaturen lädt zu Wassersport aller Art ein: Wasserski, Schnorcheln, Sporttauchen, Segeln und Hochseefischen. Auch Feriengäste haben hier schon Tausendpfünder aus der See gezogen. An der Küste bei Jardim do Mar, Paúl do Mar und São Vicente gibt es gute Surfreviere. Und auch die Windsurfer profitieren von den sehr günstigen Windverhältnissen.

Kanufahrten in steilen Schluchten auf den vielen Flüssen Madeiras führen mitten in die unberührte Natur des Landesinneren – das ganze Jahr über. Doch auch wer beim Sport lieber in die Luft geht oder festen Boden unter den Füßen bevorzugt, findet auf Madeira ein reiches Angebot: Drachenfliegen, Paragliding, Reiten oder Tennis. Insbesondere zum Mountainbiken eignet sich die Insel sehr gut. Für Golfer hat die Insel zwei herrlich gelegene Meisterschaftsplätze: Santo da Serra mit 27 Löchern, wo das von der PGA European Tour organisierte Madeira Island Open Championship ausgetragen wird, und Palheiro (18 Löcher), das einen herrlichen Blick auf die Bucht von Funchal bietet.

Bei aller Vielfalt des Sportangebots – Madeira ist noch immer auch ein Paradies für Wanderer, die dank des gemäßigten Klimas auch bei schwierigen Touren nie zu sehr ins Schwitzen kommen. Die beliebtesten Wanderwege sind die Wirtschaftswege entlang den künstlichen Bewässerungskanälen (levadas), die in einem 2.100 km langen Netz die ganze Insel durchziehen und zu allen sehenswerten Punkten führen. Viele von erfahrenen Experten ausgesuchte, abwechslungsreiche und gut ausgeschilderte neue Wanderwege haben dies klassische Naturerlebnis gerade auch bei jungen Leuten wieder sehr attraktiv gemacht. Wer eine etwas „härtere Gangart“ bevorzugt, entscheidet sich für Trekking auf atemberaubend schönen Bergpfaden.

Der hübsche Fischereihafen mit seinen bunt bemalten Booten war für den Hobbymaler Winston Churchill ein ebenso beliebtes Motiv wie heute für die fotografierenden Touristen. In der Nähe bietet der Pico da Torre eine faszinierende Aussicht auf den Hafen und zum Cabo Girão, das mit 580 m Höhe das zweithöchste Kliff auf der Erde ist. Von seiner Aussichtsplattform blickt man bis nach Funchal.

In der Bucht von Machico ging der Entdecker Madeiras, der portugiesische Seefahrer Zarco, 1419 zuerst an Land. Die Fischer und die Touristen teilen sich heute die historische Stadt. Sehenswert: die Kapelle Nossa Senhora dos Milagres, der Brunnen S. Roque und die Festungen Nossa Senhora do Amparo und S. João Baptista. Nahe Porto da Cruz liegt der 590 m hohe Adlerfelsen (Penha da Águia). Die Hochebene Paúl da Serra ist Quellgebiet von 25 Wasserfällen. Der höchste von ihnen fällt 100 m in die Tiefe.

In den Lavafelsen vor dem Küstenstädtchen ganz im Nordwesten der Insel gibt es sehr schöne Seewasserschwimmbecken. Die (Auto-) Fahrt von São Vicente nach Porto Moniz lohnt sich wegen der spektakulären Straßenführung an schroffen Felswänden und durch viele Tunnel. Manchmal kreuzt sogar ein Wasserfall die Straße, die nur eine Mauer zum Steilufer hin begrenzt.

Porto Santo: Madeiras Nachbarinsel hat eines, was Madeira selbst bei allem Reichtum der Natur versagt geblieben ist: einen 9 km langen, breiten, goldenen Sandstrand. Die touristisch noch „jungfräuliche“ Insel wurde von den portugiesischen Seefahrern ein Jahr früher als Madeira entdeckt. Berühmtester Besucher in der Geschichte von Porto Santo war Christoph Columbus, der hier die Tochter des Gouverneurs geheiratet und eine Zeitlang gelebt hat. Sein schlichtes Wohnhaus in der Inselhauptstadt Vila Baleeira ist heute ein kleines Museum.

Unfortunately there are no accommodations at this location at the moment.

Country Portugal
Languages spokenportugiesisch
Währung

Kultur und Geschichte (allgemein)

Unfortunately there are no accommodations at this location at the moment.

Unfortunately there are no tour offers at this location at the moment.

Ort / Gegend